Sanierungsplan Bergehalde und Absinkweiher Duhamel

Unser klares Nein zu dem angedrohten Kahlschlag!!!

Am 8. Oktober stellten Vertreter der RAG Montan Immobiliengesellschaft dem Ensdorfer
Gemeinderat die Sanierungspläne für die Bergehalde und den Absinkweiher Duhamel vor.
Strategisches Ziel der RAG ist es, das Gelände bis 2030 für eine Folgenutzung aufzubereiten und
im Anschluss an einen Investor zu verkaufen. Damit würde auch die Verantwortung der RAG für die Bergschäden und die Nachsorge der Anlage enden. Das vorgestellt Konzept lässt sich wie folgt charakterisieren:

  • Rodung des gesamten Rekultivierungsbereiches
  • Einrichtung und Betrieb einer Baustelle
  • Sanierung und Festigung der Bergehalde
  • Auf- und Abtrag von Überhängen
  • Ab- bzw. Überdecken von Böschungen
  • Brandsanierung
  • Sicherstellung der Entwässerung
  • Herstellung Trittsicherheit beim Absinkweiher
  • Absicherung gegen Haldenbrände

Zugesagt wurde, dass schon ab der Einrichtung der mehrjährigen Baustelle auf genügend Lärm-, Staub- und Emmissionsschutz für die Anwohner geachtet wird. Ein Prozess, den wir sicher kritisch begleiten werden.

Unsere Verwunderung und Widerspruch erregten aber die Ankündigung der RAG, auf eine
Rekultivierung der Bergehalde zu verzichten. Die Bergehalde also schwarz zu belassen
Begründet wurde dies mit dem plakativen Spruch: „Schwarz ist das neue Grün“ wie folgt:

  • Lurche fühlen sich auf schwarzen Flächen wohler
  • Mit Besserem Aussehen und Bewahren von Tradition
  • Haldenbrände erhalten keine organische Nahrung

Dies lehnen wir entschlossen ab:

  • Eine schwarze Bergehalde wird das das Mikroklima negativ beeinflussen. Die Klimakrise sorgt für immer trockenere und heißere Sommer die das Sonnenlicht absorbieren und die Bergehalde mitsamt ihrer Umgebung aufheizen werden.
  • Das Grün der Bergehalde ist heute ein wichtiges Rückzugsgebiet für Wild.
  • Der vorhandene Wald ist auch als Sauerstoff Geber für Ensdorf wichtig
  • Eine abschirmende und bepflanzte Bodenschicht mindert die Gefahr, welche aus den
    abgelagerten Schad- und Giftstoffen ausgeht
  • Der Absinkweier 8 war Laubwald, bevor der dem Absinkweiter 8 weichen musste. Der
    ökologische Ausgleich wurde hierfür teilweise durch die Begründung der Bergehalde erbracht.

Unsere Forderungen dazu:

  • Geringstmögliche Eingriffe an der Bergehalde
  • Transparentes Planungsverfahren unter frühzeitiger und regelmäßiger Einbindung aller
    Betroffenen und der Umweltverbände
  • Abholzung nur dort, wo es unbedingt notwendig ist
  • Rechtliche Verpflichtung zur Wiederaufforstung
  • Kurzfristige finanziellen Interessen dürfen nicht zu langfristigen ökologische Folgeschäden zu Lasten der Allgemeinheit führen

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