Die Gelbe Tonne ist für Ensdorf besser …, 

aber besser heisst noch lange nicht gut.

Wir Ensdorfer Grüne begrüßen die Ankündigung des Entsorgungsverbands Saar, dass als Ergebnis seiner Verhandlung mit den Systembetreibern des dualen Systems zum 1. Januar 2021 die gelben Säcke durch eine 14-tägig zu leerende Gelbe Tonne abgelöst werden.​

Damit wird endlich eine unserer Forderungen aus unseren Wahlprogrammen 2014 und 2019 erfüllt: Für ein blühendes Ensdorf.

Vorbei wird bald die Zeit sein, wo die Nacht von Montag auf Dienstag Verpackungsabfall aus den leicht zerreissbaren gelben Säcken durch die Ensdorfer Straßen wehen.

Die Gelbe Tonne ist umso effizienter, je weniger Fremdstoffe in sie geworfen werden, denn Elektroschrott, Biomüll oder Windeln müssten kostenintensiv aussortiert werden. Die Einführung der Gelben Tonne muss daher mit einer gründlichen Aufklärung der Nutzer verbunden werden. Offensichtlich wurden die gelben Säcke über die Jahre immer dünner um eine Fremdbefüllung zu vermeiden.

Im Erfolgsfall kommt es also zu einer echten Verbesserung für uns Ensdorfer*innen. Es reicht aber nicht aus einen brüchigen Plastiksack durch ein stabiles Gefäß zu ersetzten. Sinnvolles Ziele bleiben für uns Abfallvermeidung und eine bessere Kreislaufwirtschaft:

Auch zukünftig dürfen nur Verpackungsabfälle aus Plastik und Metal in den gelben Sack bzw. bald in die gelbe Tonne. Stoffgleiche Abfälle, aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen bleiben draußen.
Laut einer Studie des Bundesumweltamt aus dem Jahr 2018 werden Verpackungen und andere recycelbare Produkte aus Kunststoff oder Metall am besten gemeinsam eingesammelt. Bis zu 95 Kilogramm CO2 pro Einwohner und Jahr können durch gute Holsysteme eingespart werden. Grund sind höhere Sammelmengen und weniger private Fahrten zum Wertstoff-Zentrum. Auch der geringere Ressourcenverbrauch trägt beim gemeinsamen Sammeln zum positiven Umwelteffekt bei.

Wir Ensdorfer Grüne fordern, daher in einem zweiten Schritt die Gelbe Tonne in eine echte Wertstoff Tonne umzuwandeln.

Das Sammeln von Verpackungen war gestern. Heute ist das Sammeln von Stoffen angesagt.
Als wichtiger Beitrag zur Einhaltung der Pariser Klimaziele verbleiben dabei die Aufwertung der Gelben Tonne zur Wertstoff Tonne und ein Eindeutiges Bekenntnis das Abfallvermeidung vor einem möglichst regionalen Abfallrecycling steht.
Zwar müssen die Verwerter in eine bessere Sortieranlage investieren, es lassen sich aber auch bessere Preise für sortenreine Rohstoffe auf dem Markt erzielen.

Über den Tellerrand geblickt brachte das neue Verpackungsgesetz aus dem Jahr 2019 einige Verbesserungen hinsichtlich des Recycling von Verpackungen. Lobenswert ist, das sich alle Produktverantwortlichen über das Duale System an den Reyclingkosten beteiligen müssen und die Wiederverwertbarkeit der Verpackungen im Beitrag berücksichtigt werden. Aber es werden noch zu viele falsche Anreize und Ziele gesetzt.

Gefragt sind wir alle in Zeiten des Klimawandels und der Verunreinigung des Planeten und seiner Bewohner mit Plastikpartikeln:

  • Hersteller: Verzichtet auf verschiedene Plastiksorten und verwendet nur gut recycelbare Materialien, benutzt sparsame Verpackungen.
  • Handel: Es sind noch zu viele Produkte unnötig in Plastik verpackt; Bietet weniger Produkte an, deren Verpackungen sich nicht gut oder gar nicht recyceln lassen; Zu viele Lebensmittel werden neuerdings portionsweise abgepackt
  • Politik: Macht bessere Gesetze, z. B. dürfen in die festgeschrieben Recycling Quote für Verpackungen keine Industriereste eingehen, fördert Unverpacktläden, verbietet den Export von Abfall z. B. Nach Malaysia und Indonesien und fördert dabei lokales Recycling, klärt mehr über Plastik im Grundwasser und über Umwelt- und Klimaschäden auf, verbrennt weniger Plastik
  • Verbraucher: Informiert Euch über Zusammenhänge und stellt auf nachhaltigen Konsum um

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