Unsere Themen zur Kommunalwahl

Ensdorfer Wald – Baumbestand erhalten und ausweiten

Um den Ensdorfer Wald ist es leider nicht sehr gut bestellt. Es werden immer mehr Flächen abgeholzt, der Wald wird immer lichter. Wir erinnern uns noch gut, als vor einigen Jahren Abholzungsmaschinen riesengroße Schneisen in den Ensdorfer Wald gefahren haben und die Wege für Spaziergänger und Jogger stark beschädigt wurden. Weitere Flächen sollen für Gewerbeerweiterungen (siehe Erweiterung des Gewerbegebiets Auf Haid) oder Parkplätze (siehe Diskussion am Saarpolygon) geopfert werden. Von einer naturnahen Waldwirtschaft, wie sie seit 30 Jahren im Saarland gefordert wird, sind wir auch in Ensdorf meilenweit entfernt. Urwald, wie er in der naturnahen Waldwirtschaft vorgeschrieben ist, sehen wir in Ensdorf leider kaum. Dabei urteilte bereits im Jahr 1990 das Bundesverfassungsgericht: „Die Bewirtschaftung des Körperschafts- und Staatswaldes dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse.“ Vor diesem Hintergrund fordern wir als Grüne seit Jahren ein ökologisches Waldgesetz, das bisher am Gegenwind der anderen Parteien gescheitert ist. Dabei ist unbestritten, dass jeder Kubikmeter Holz klimarelevant und Wald der größte CO2-Speicher ist.

Wir als Grüne werden für den Erhalt des Waldes in Ensdorf kämpfen!

Versiegelung stoppen

Nicht viel besser als im Wald sieht es aus, wenn man sich die fortschreitende Versiegelung in Ensdorf ansieht. Die Gemeinde ist mit den Stimmen fast aller Parteien im Gemeinderat dabei, unseren schönen Ort immer weiter zuzupflastern. Das ursprünglich geplante Biomassenzentrum wird nun offenbar nicht kommen und stattdessen durch andere Gewerbeansiedlungen ersetzt. Wir befürchten, dass die Grünflächen rechts der B51 neu Richtung Ensdorf vernichtet werden sollen. Ob die links der B51 neu geplante Zufahrtsstraße zum Eisenwerk Bous wertvolle Ensdorfer Grünflächen vernichten wird, ist derzeit nicht ganz klar. Firmengelände, auch in Wohngebieten, sollen in Richtung Wald erweitert werden. Wir werden uns dafür einsetzen, weitere neue Industriegebiete in Ensdorf – vor allem in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten – zu verhindern. Die Böden sollen als natürliche Ausgleichsfläche und Regenrückhaltebereiche ebenso erhalten bleiben, wie unser Wald. Unser Vorschlag ist, das Kraftwerk zurückzubauen und diese Flächen wieder für ausgesuchte Industrie- und Gewerbeansiedlung zu nutzen.

Wir Grüne kämpfen für ein blühendes und lebenswertes Ensdorf!

Ortskern stärken und wiederbeleben!

Zahlreiche Leerstände prägen inzwischen das Bild unseres Ortskernes und auch traditionsreiche Unternehmen verschwinden. Neuansiedlungen können sich zudem meist nur kurzfristig behaupten.

Wir wollen diesem Trend durch eine Stärkung des Ortskernes entgegensteuern. Denn der wachsende Leerstand gefährdet auch die Versorgung der Ensdorfer Bevölkerung. Wir wollen neue Perspektiven schaffen und unseren Ortskern stärken, anstatt durch weitere Ansiedlungen in Randlagen den Flächenverbrauch noch weiter zu vergrößern. Wir wollen gemeinsam mit den Gewerbetreibenden und interessierten Bürgerinnen und Bürgern hierzu ein nachhaltiges Konzept entwickeln. Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme soll parallel dazu auch die Verweildauer im Ortskern durch ein flächendeckendes WLAN-Netzwerk erhöht werden.

Für uns Grüne ist seit Jahren die Verlegung des Bahnhofes auf den hinteren Teil des Marktplatzes ein zentrales Thema zur Aufwertung des Ortskernes. Das marode Bahnhofsgebäude ist ein Schandfleck in unserem Ort und zudem nicht barrierefrei. Besonders in den Abendstunden ist der Bahnhof mit seiner mangelnden Beleuchtung kein sicherer Ort. Wir erhoffen uns durch die Verlegung eine Belebung des Ensdorfer Markplatzes und seiner Geschäfte. Durch einen neuen zentralen Bahnhaltepunkt wird auch der Anschluss an das Busnetz verbessert werden.

Radfahren in Ensdorf – Infrastruktur und Sicherheit


Radfahren bietet umweltschonende und eigenständige Mobilität für alle:

* Kinder zum Beispiel erleben ihre erste Form an Selbstständigkeit auf dem Schulweg und entwickeln einen guten Gleichgewichtssinn.
* Seniorinnen und Senioren können mit dem Rad noch lange selbstständig ihre Einkäufe erledigen.
* Nicht zuletzt denken wir an alle Sport- und Hobbyradler, die mit Fahrrad und E-Bike unterwegs sind und trainieren oder sich fit halten.

Voraussetzung dafür sind allerdings attraktive und sichere Radwege.

Im Oktober fuhren wir mit den Experten vom Allgemeinden Deutschen Fahrrad Club (ADFC) durch Ensdorf. Dabei konnten wir uns überzeugen, dass durch das Mitwirken der Ensdorfer Grünen in den letzten Jahren Einiges in die Infrastruktur investiert wurde, z. B. eine E-Bike-Ladestadion an der Sporthalle oder der Radweg am Schwalbacher Berg.

Die Tour zeigte aber auch verbleibende Gefahrenpunkte auf, z.B.:

* Gefahrenpunkte in der Provinzialstraße am Ortsausgang Richtung Bous
* Kein ausgewiesener Fahrradweg Provinzialstraße in Richtung Fraulautern oder zum Saarpolygon aus Richtung Hülzweiler und Ensdorf
* Fehlende Hinweise für Falschparker auf Radwegen
* Lückenhafte Ausschilderung von Radwegen

Zwischen den Ortschaften fällt vor allem das mangelhafte und nicht durchdachte Fahrradwegenetz jenseits touristischer Schleifen auf. Dies ist das Ergebnis einer einseitigen Auto-Vorrang-Politik und eines Kompetenzgewirrs zwischen Gemeinden und dem Landesamts für Straßenbau.

Starke Grüne werden hier eine Kursänderung bewirken.

Für Mensch und Umwelt – Grubenflutung verhindern!

Der Steinkohle-Bergbau ist im Saarland seit dem Jahr 2012 beendet. Die RAG AG plant, die Wasserpumpen in allen Bergwerken abzuschalten, so dass das Grubenwasser nach vollständiger Flutung der Schächte, Strecken und Stollen letztlich in Ensdorf in die Saar eingeleitet werden soll. Als Vorstufe dieses Projektes wurde im Jahr 2010 bereits die Wasserhaltung im Bergwerk Saar eingestellt – ohne Beteiligung der Öffentlichkeit. Hiergegen haben mehrere Gemeinden – darunter auf Initiative unserer Fraktion im Gemeinderat hin auch Ensdorf – Widerspruch eingelegt, so dass die Pumpen derzeit wieder angestellt sind und die Flutung dort zumindest vorläufig gestoppt ist. Gleichzeitig läuft momentan das Genehmigungsverfahren für die nächste Phase: Die Flutung der Bergwerke Duhamel und Reden bis -320m/NN. Danach soll in einem weiteren Verfahren die vollständige Flutung aller Bergwerke beantragt werden. Die Auswirkungen für Mensch und Umwelt sind derzeit nicht abzusehen. Insbesondere ist nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Verunreinigung des Grundwassers mit dem hoch salzhaltigen und mit schädlichen Stoffen versetzten Grubenwasser kommen kann. Weiterhin sind Ausgasungen, Erschütterungen, Hebungen, Senkungen und Vernässungen durch die Flutung zu befürchten. Wir als Grüne fordern daher von der Landesregierung, die Genehmigung der Grubenflutung zu verweigern, denn Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt können nicht vollständig und nachweislich ausgeschlossen werden

Ensdorfer Grüne wollen den gelben Sack ablösen

Immer häufiger wird die Frage gestellt, ob die Abfuhr des Mülls im dualen System über den gelben Sack noch zweckmäßig und zeitgemäß ist. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die gelben Säcke wenig reißfest sind und der Müll oft auf der Straße oder in den Vorgärten landet. Zudem ist die Verfügbarkeit nicht immer gegeben. Oft erhält man erst nach mehreren Anläufen die Plastiksäcke bei den Verteilstellen. Auch die zweckentfremdete Nutzung der kostenlos erhältlichen gelben Säcke als normale Abfallsäcke verursacht unnötige Kosten im dualen System.


Alle diese Punkte werfen die Frage auf, ob hier nicht die Umstellung auf eine gelbe Tonne oder eine orangene Wertstofftonne die bessere und praktikablere Lösung ist. Die Wertstofftonne ist bereits in einigen saarländischen Gemeinden eingeführt und zeigt Erfolge. Als Minimalziel sollte der Sack wieder reißfester gemacht werden.


Wir werden uns dafür einsetzen, dass sich der Bürgermeister der Gemeinde Ensdorf in der Verbandsversammlung für eine entsprechende Umstellung stark macht.

Tourismuskonzept für Ensdorf

Mit der Eröffnung des Saarpolygons im September 2016 ist Ensdorf zunehmend in den Fokus vieler Ausflügler und Saarlandreisender gerückt.

Leider begnügen sich die Besucher mit einem Gang auf die Bergehalde und verbleiben nicht länger in unserem Ort. Hier besteht Handlungsbedarf. Wir Ensdorfer Grüne wollen ein Tourismuskonzept, dass neben dem Saarpolygon auch den Campingplatz, das Schwimmbad, die Sportstätten und die anliegende Gastronomie miteinbezieht.

Die steigende Reiseerfahrung vieler Urlauber hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass höhere Anforderungen an die gesamte Servicekette vor Ort gestellt wird.

Hier ist es zu überlegen, ob etwa der Campingplatz mit seinem Schwimmbad und der Nähe zum Wald so zu entwickeln ist, dass hier eine attraktive Übernachtungsmöglichkeit für Familien, Sportvereine, Radreisende und Rundreisende mit Caravans entsteht.

Mit der Nähe zu Saarlouis mit seiner Altstadt und zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte sind etwa kulturelle Bedürfnisse der Übernachtungsgäste abzudecken.

Bei der Entwicklung des Konzeptes legen wir als Ensdorfer Grüne Wert auf Nachhaltigkeit und Berücksichtigung der Interessen von Anwohnern und Dauercampern.


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