Giftmüll: Ensdorfer Grüne fordern Aufklärung für den Grubenstandort Ensdorf

Aufgrund der Medienberichte der letzten Tage fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Ensdorfer Gemeinderat von der RAG eine lückenlose Aufklärung für den Grubenstandort Ensdorf und den dortigen Absinkweiher. In einem Medienbericht wurde der Vorwurf erhoben, dass durch die RAG giftige Stoffe in den Schlammweihern rund um die Gruben entsorgt wurden. Hierzu Thomas Wilhelm, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Ensdorfer Rat:

„Wir fordern von der RAG eine schnellstmögliche Klärung ob in unseren Absinkweiher wissentlich Umweltgifte gekippt wurden. Die Bedenken hinsichtlich einer gesundheitlichen Gefährdung unserer Bürgerinnen und Bürger müssen von der RAG schnellstmöglich ausgeräumt werden. Offenkundig sollte vertuscht werden, welche Stoffe in diesen Schlammweiher gekippt wurde, daher ist kaum feststellbar, welche Gefahren für Mensch und Umwelt bestehen. Es muss auch geklärt werden, ob dieser Giftmüll Einfluss auf die Umsetzung des Masterplanes Duhamel hat. Es ist schwer vorstellbar, ein touristisches Konzept mit Wanderwegen umzusetzen, die an einem mit Giftmüll verunreinigten Schlammweiher vorbeiführen. Hinsichtlich der Folgenutzung von Bergehalde und Absinkweiher muss die RAG hier schnellstmöglich Klarheit schaffen. Ansonsten ist die touristische Weiternutzung des Geländes gefährdet. Besorgt sind wir aber auch über den Giftmüll unter Tage. Vor dem Hintergrund der kompletten Flutung der Schächte und des ansteigenden Grubenwassers, besteht die Gefahr, dass solche Stoffe ins Grundwasser gelangen. Auch hier fehlt von der RAG jegliche Information und die Landesregierung glänzt mit Ahnungslosigkeit.“

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